Sauer macht lustig: Rhababertarte mit Baiser

Endlich ist sie wieder da: Die Rhabarberzeit. Während ich sie ja viel zu kurz finde, finden sie andere viel zu lang. Genau diese versuche ich mit der Rhabarbertarte mit Baiser auf meine Seite zu ziehen. Bei Monsieur ist mir das leider nicht gelungen. Sauer ist nicht sein Fall. Macht aber nichts, bleibt mehr für mich übrig.

Rhabarbertarte mit Baiser

Rhabarbertarte mit Baiser

Die erste Tarte à la Rhubarbe Meringuée (klingt viel schöner) in diesem Jahr ist schon verputzt und es wird sicher nicht die letzte sein. Sie ist die Königin unter den Tartes und das liegt daran, dass man sie fast in jedem Zustand genießen kann, lauwarm oder einen Tag später gut durchgezogen. Die Baisertürmchen muss ich noch etwas üben und den Transport vom Fahrrad ins Büro auch. Aber noch ist die Rhababerzeit ja nicht zu Ende 😉

Zutaten

Der Tarteboden
250g Mehl
125 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
Trockene Erbsen zum Blindbacken

Für den Guss
50g Löffelbiskuit
500 Gramm Rhabarber, geschält und gewürfelt
200g Schmand
150g Crème fraîche
80g Zucker
4 mittelgrosse Eier

Für die Meringue/ Baiser
7 Eiweiß
300g Zucker

Zubereitung

Den Backofen schon mal auf 175 Grad Umluft vorheizen. Den Teig schnell verarbeiten. Mehl, Butter, Zucker und das Ei schnell zu einem Teig kneten. Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben, den Teig für die Tarteform ausrollen und in die Form legen. Den Rand andrücken und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Backpapier auf den Teig legen, mit den Erbsen beschweren und für 20 Minuten blindbacken. Erbsen und Backpapier entfernen und den Tarteboden abkühlen lassen.

Jetzt ist Zeit, den Rhabarber zu putzen und den Guss anzurühren. Den Rhabarber schneidet in ca 2 cm lange Stücke. Für den Guss rührt Ihr die vier Eier mit dem Schmand, der Crème fraîche und dem Zucker zusammen. Wer es etwas süßer mag, nimmt ein paar Gramm Zucker mehr.

Die Löffelbiskuits zerkrümelt Ihr auf dem Tarteboden, anschließend kommt der rohe Rhabarber, dann übergießt Ihr das ganze mit dem Guss und ab in den Ofen damit. Die ersten 10 Minuten bei 200 Grad, die restlichen 20 Minuten bei 160 Grad. Aus dem Ofen holen und auskühlen lassen.

Zeit für das Schneegestöber. Die 7 Eiweiß zu Schnee schlagen. Aber richtig! Die 300g Zucker hineinrieseln lassen, in den Spritzbeutel füllen und die Tarte damit versehen. Ich baue mit der Sterntülle dann immer ordentlich Berge. Je höher, desto besser.

Zum Abschluss kommt die Rhabarbertarte noch einmal für ca. 15 Minuten bei 160 Grad in den Ofen. Hier benötigt sie Eure volle Aufmerksamkeit, damit das Baiser nicht zu trocken wird. Von Anonyme Köche, von denen auch das ursprüngliche Rezept stammt, habe ich gelernt, dass das Baiser am besten ist, wenn sie noch ganz leicht wabbelig ist, man an der Oberfläche aber schon Kratzgeräusche hören kann. Dann raus aus dem Ofen und geduldig warten, bis sie lauwarm ist und man sich auf sie stürzen kann. Für den nächsten Tag bleibt meistens nichts mehr übrig. Aber bringt mal ein Stück in Sicherheit und probiert es am nächsten Tag. Lohnt sich!

Habt es schön und genießt noch die restliche Rhabarberzeit. Ich warte ja schon auf die Erdbeeren.

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