Sauer macht lustig: Rhababertarte mit Baiser

Endlich ist sie wieder da: Die Rhabarberzeit. Während ich sie ja viel zu kurz finde, finden sie andere viel zu lang. Genau diese versuche ich mit der Rhabarbertarte mit Baiser auf meine Seite zu ziehen. Bei Monsieur ist mir das leider nicht gelungen. Sauer ist nicht sein Fall. Macht aber nichts, bleibt mehr für mich übrig.

Rhabarbertarte mit Baiser

Rhabarbertarte mit Baiser

Die erste Tarte à la Rhubarbe Meringuée (klingt viel schöner) in diesem Jahr ist schon verputzt und es wird sicher nicht die letzte sein. Sie ist die Königin unter den Tartes und das liegt daran, dass man sie fast in jedem Zustand genießen kann, lauwarm oder einen Tag später gut durchgezogen. Die Baisertürmchen muss ich noch etwas üben und den Transport vom Fahrrad ins Büro auch. Aber noch ist die Rhababerzeit ja nicht zu Ende 😉

Zutaten

Der Tarteboden
250g Mehl
125 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
Trockene Erbsen zum Blindbacken

Für den Guss
50g Löffelbiskuit
500 Gramm Rhabarber, geschält und gewürfelt
200g Schmand
150g Crème fraîche
80g Zucker
4 mittelgrosse Eier

Für die Meringue/ Baiser
7 Eiweiß
300g Zucker

Zubereitung

Den Backofen schon mal auf 175 Grad Umluft vorheizen. Den Teig schnell verarbeiten. Mehl, Butter, Zucker und das Ei schnell zu einem Teig kneten. Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben, den Teig für die Tarteform ausrollen und in die Form legen. Den Rand andrücken und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Backpapier auf den Teig legen, mit den Erbsen beschweren und für 20 Minuten blindbacken. Erbsen und Backpapier entfernen und den Tarteboden abkühlen lassen.

Jetzt ist Zeit, den Rhabarber zu putzen und den Guss anzurühren. Den Rhabarber schneidet in ca 2 cm lange Stücke. Für den Guss rührt Ihr die vier Eier mit dem Schmand, der Crème fraîche und dem Zucker zusammen. Wer es etwas süßer mag, nimmt ein paar Gramm Zucker mehr.

Die Löffelbiskuits zerkrümelt Ihr auf dem Tarteboden, anschließend kommt der rohe Rhabarber, dann übergießt Ihr das ganze mit dem Guss und ab in den Ofen damit. Die ersten 10 Minuten bei 200 Grad, die restlichen 20 Minuten bei 160 Grad. Aus dem Ofen holen und auskühlen lassen.

Zeit für das Schneegestöber. Die 7 Eiweiß zu Schnee schlagen. Aber richtig! Die 300g Zucker hineinrieseln lassen, in den Spritzbeutel füllen und die Tarte damit versehen. Ich baue mit der Sterntülle dann immer ordentlich Berge. Je höher, desto besser.

Zum Abschluss kommt die Rhabarbertarte noch einmal für ca. 15 Minuten bei 160 Grad in den Ofen. Hier benötigt sie Eure volle Aufmerksamkeit, damit das Baiser nicht zu trocken wird. Von Anonyme Köche, von denen auch das ursprüngliche Rezept stammt, habe ich gelernt, dass das Baiser am besten ist, wenn sie noch ganz leicht wabbelig ist, man an der Oberfläche aber schon Kratzgeräusche hören kann. Dann raus aus dem Ofen und geduldig warten, bis sie lauwarm ist und man sich auf sie stürzen kann. Für den nächsten Tag bleibt meistens nichts mehr übrig. Aber bringt mal ein Stück in Sicherheit und probiert es am nächsten Tag. Lohnt sich!

Habt es schön und genießt noch die restliche Rhabarberzeit. Ich warte ja schon auf die Erdbeeren.

Lemon Curd: Rezept gegen Morgenmuffel

In der Woche morgens zu frühstücken, ist nicht so meins. Die Zeit, die ich fürs Frühstück aufwenden müsste, verbringe ich lieber zwischen den Kissen und träume noch ein wenig vor mich hin. Es gibt allerdings eine Sache, die mich morgens früher aufstehen lässt: Lemon Curd. Funktioniert fast immer.

Lemon Curd

Bei meinem letzten, beruflich bedingten Hotelausflug, habe ich mich dann doch morgens am Frühstückstisch wiedergefunden. Es wird an dem Hotel gelegen haben, von dem ich Euch noch ausführlicher berichten werde. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Mir hat es an dem Morgen ein äußerst leckeres Frühstück mit jeder Menge Lemon Curd beschert. Und Euch jetzt das Rezept, das ich am gleichen Abend zu Hause ausprobiert habe. Damit war dann auch das Frühstück für den nächsten Tag gesichert.

Zutaten
5-6 unbehandelte Zitronen
125 g Butter
2 Eier
3 Eigelbe
150 g Zucker

Zubereitung
Zuerst eine Zitrone waschen und die Schale abreiben. Dann alle Zitronen auspressen und ¼ Saft abmessen. Die Butter schneidet Ihr in kleine Würfel.

Jetzt den Zitronensaft, die Butte, die zwei Eier und die drei Eigelbe in einer Metallschüssel mischen und unter ständigem Rühren über einem kochenden Wasserbad erhitzen. Wenn die Sauce beginnt sämig zu werden, nehmt ihr sie vom Herd und streicht sie durch ein feines Sieb.

Anschließend füllt Ihr die Creme in sterilisierte Gläser. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Dort wird sie dann auch noch fester.

Lemon Curd hält sich im Kühlschrank ca. vier Wochen. Das Rezept reicht für zwei Gläser in Marmeladengröße.

Mini-Stollen: Mit einem Haps sind sie im Mund

Um das Backen von Stollen habe ich immer einen riesengroßen Bogen gemacht, viel zu kompliziert und zu aufwendig. Dann ist mir im richtigen Moment  das Rezept für Ministollen in die Hände gefallen. Voilà, so schwer ist es nicht. Ein bisschen aufwendig, weil man sich auch um die kleine Variante etwas kümmern und mit Butter einpinseln muss. Der Aufwand lohnt sich.

Ministollen mit Chilifäden

Zutaten

100g gehackte Mandeln
175g Butter
80g Rosinen
50 ml Rum oder Orangensaft
1 Vanilleschote
275g Mehl
60 ml Milch
30g frische Hefe
50g feinen Zucker
Salz
60g Orangeat
50g Marzipan
40g Puderzucker

Zubereitung

Einen Tag vor dem Backen die Rosinen fein hacken und im warmen Rum oder Orangensaft einweichen.

Weiter geht es am nächsten Tag: Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und abkühlen lassen. 125 g Butter schmelzen. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herausschaben.

Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit der Hand eine Mulde hineindrücken. Die Milch leicht erwärmen. Hefe in die Mulde bröckeln, mit Milch, Zucker, Vanillemark und etwas Mehl vom Rand her verrühren. An einem warmen Ort zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.

Alles mit der geschmolzenen Butter und einer Prise Salz zu einem glatten Teig verkneten. Orangeat fein hacken und das Marzipan klein würfeln. Mandeln, Rosinen, Orangeat und Marzipan unter den Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 190°Grad (Umluft) vorheizen. Den Teig in etwas 15 g schwere Portionen teilen und diese in kleine Stollen formen. Klappt hervorragend mit einer Digitalwaage.

Die Stollen mit etwas Abstand zueinander auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen. Wieder 15 Minuten zugedeckt gehen lassen. Nacheinander auf mittlerer Schiene 10 bis 12 Minuten hellbraun backen.

Die restliche Butter schmelzen, die Stollen aus dem Ofen holen und direkt danach mit der Butter bepinseln. Nach 15 Minuten erneut bepinseln und sofort in Puderzucker wälzen.

Die abgekühlten Stollen in eine Dose geben. Sie halten sich dann ungefähr vier Wochen, wenn Ihr sie nicht vorher schon gegessen habt.

Tipp: Die ausgeschabte Vanilleschote könnt Ihr noch in ein Glas mit Zucker zum Aromatisieren geben.

Am Wochenende ist Zimtschnecken-Zeit

Dieses Wochenende bin ich aufs Land gefahren und genieße die letzten herbstlich warmen Sonnenstrahlen. Mit Gummistiefeln und meiner neuen Lieblingsjacke gings ab in den Wald und beim Wirbeln durchs Laub habe ich plötzlich riesige Lust auf Zimtschnecken bekommen.

Welch ein Glück, dass meine Heimat nicht zu den Bundesländern gehört, die heute Feiertag haben. Mein Jieper konnte vollends gestillt werden und jetzt sitzen wir auf einem riesigen Berg von Zimtschnecken und überlegen, wenn wir noch alles einladen können.

Zimtschnecken

Zutaten
Teig
1 Päckchen Hefe (43g)
125 g geschmolzene Butter
500 ml warme Milch
140 g Zucker
eine Prise Meersalz
700 g Weizenmehl

Füllung
100 g weiche Butter
80 g Zucker
2 Esslöffel Zimt

Deko
1 Ei
Hagelzucker

Zubereitung
Zuerst lasst Ihr die Butter langsam schmelzen und erwärmt die Milch. Beides gebt Ihr in die Rührschüssel. Achtet darauf, dass die Mischung nicht zu warm ist, sonst gibt es Probleme mit der Hefe.

Die Hefe rührt Ihr jetzt in die warme Milch und die geschmolzene Butter ein, bis Ihr keine Hefekrümel mehr finden könnt. Jetzt Zucker, Salz und Mehl hinzugeben und alles zu einem Teig kneten.

Den Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und 20 Minuten gehen lassen. Die Wartezeit könnt Ihr nutzen, um gemütlich einen Kaffee oder Tee zu schlürfen und nebenbei die Füllung anzumischen. Dafür die weiche Butter mit dem Zucker und dem Zimt mischen.

Den Teig in zwei Hälften teilen und einzeln auf einer bemehlten Fläche flach ausrollen. Die Füllung jeweils auf den beiden Hälften verteilen und zusammenrollen. Aus den Rollen ca. zwei bis drei Zentimeter dicke Scheiben schneiden und diese mit genügend Abstand auf einem Backblech noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

Die Zimtschnecken zum Schluss mit Ei bestreichen und Hagelzucker bestreuen. Jetzt geht’s ab in den Backofen: Bei 250°Grad (Umluft 220 C°) für 7 bis 10 Minuten backen lassen und warm genießen.

Lasst es Euch schmecken!

Apfel-Schinken-Quiche

Irgendwo habe ich mal gelesen, das Quiche ein Resteessen sei. Teig zubereiten und alle Reste, die der Kühlschrank hergibt, mit dazugeben. Angesichts der gähnenden Leere im Kühlschrank hätte es dieses Mal allerdings noch nicht einmal für ein Rührei gereicht. Also ging es vorher doch noch schnell in den Supermarkt.  Zugegeben, Apfel und Schinken in einer Kombi klingt etwas merkwürdig, schmeckt aber wirklich ganz großartig.

Apfel-Schinken-Quiche

Apfel-Schinken-Quiche

Zutaten

Quiche-Teig ( =Mürbeteig)

250 g Mehl
1/4 TL Salz
125 g weiche Butter
4 EL kaltes Wasser

Für den Belag
2 rote Zwiebeln
8 Scheiben Schinken (z.B. Pancetta)
2 große, saure Äpfel
4 Zweige Thymian
2 Eier
200 g Sahne
100 g Schmand
frische gemahlener Pfeffer
Salz
etwa 100 g Gorgonzola

Zubereitung
Das Mehl , das Salz, die Butter und vier EL kaltes Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolien wickeln und mindestens für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Den Schinken ebenfalls in feine Streifen schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in feine Scheiben schneiden. Den Thymian vorsichtig waschen, trockenschütteln und anschließend die Blättchen abzupfen.

In einer Pfanne 2 EL Butter zerlassen und den Schinken, die Zwiebeln und den Apfeln anschwitzen. Mit Pfeffer und der Hälfte des Thymians würzen und zur Seite stellen.

Die Eier mit der Sahne und dem Schmand in einer Schüssel verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen (Umluft 160°C). Die Quicheform ordentlich einfetten. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen und in die Quicheform legen. Mit der Gabel einstechen.

Jetzt die angedünstete Apfel-Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen, den Gorgonzola in Krümeln darauf verteilen und die Eiersahne darübergeben. Mit dem restlichen Thymian bestreuen und auf der mittleren Schiene im Ofen in etwa 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und servieren.

Schmeckt warm und kalt. Dazu könnt Ihr noch einen grünen Salat und einen guten Weißwein kredenzen. Und dann solltet Ihr Euch noch unbedingt die Zeit nehmen, die vielen tollen #Ichbacksmir-Quiche-Rezepte bei Clara vom Tastesheriff anzugucken.

Ich backs mir: Warmer französischer Apfelkuchen

Es ist das erste Rezept, welches sich in meinem kleinen schwarzen Büchlein finden lässt: Der warme französische Apfelkuchen. Der einfachste und leckerste, den ich kenne und den ich erst im letzten Jahr wiederentdeckt und dem Monsieur vorgestellt habe. Er war hin und weg. Und ihm habt Ihr es auch zu verdanken, dass es ihn heute gibt und mein Beitrag zur #ichbacksmir-Apfelkuchensause vom tastesheriff ist.

Warmer französischer Apfelkuchen

Warmer französischer Apfelkuchen

Zutaten
800 g Äpfel
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
3 Eier
150g Mehl
5 Eßl. Öl
1/4 l Milch

Zubereitung
Die Äpfel zuerst schälen, in Scheiben schneiden und in einer feuerfeste Form geben. Den Zucker und das Päckchen Vanillezucker mischen und über die Äpfel streuen.

Eier, Mehl, Öl und Milch zu einem flüssigen Teig rühren und über die Äpfel gießen.

Jetzt die Form in den Ofen schieben und alles bei 200° (Umluft) 45 Minuten backen. Nach 25 Minuten einen Blick riskieren, wird der Kuchen zu dunkel mit Alufolie abdecken.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und ganz leicht abkühlen lassen. Vor dem Servieren noch mit Puderzucker und Mandelplättchen bestreuen und warm mit einer großen Portion Vanilleeis oder frisch geschlagener Sahne genießen.

Habt es schön und genießt den sonnigen Herbstsonntag!

Pflaumentarte mit Streuseln

In meiner Kindheit sind wir sonntagsnachmittags häufig zu meinen Großeltern gefahren. Wenn ich heute daran denke, dann denke ich auch an Pflaumenkuchen mit Streuseln und selbstgemachter Sahne. Auf Hefeteig hatte ich  keine Lust, deshalb müsst Ihr mit einer Pflaumentarte mit Streuseln vorlieb nehmen.

Pflaumentarte mit Streuseln

Um an die Pflaumen zu kommen, wurden wir früher mit einem Frontlader auf Pflückhöhe gefahren. Letzte Woche habe ich mich auf mein Fahrrad geschwungen und sie auf dem Elisabethmarkt gekauft. So ändern sich die Zeiten. Handentkernt sind sie trotzdem.

Pflaumentarte mit Streuseln

Zutaten

Für den Teig
250g Mehl
125 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
Trockene Erbsen zum Blindbacken

Für den Belag und die Streusel
750g Pflaumen
100g Mehl
50g Zucker
50g Butter
1 Prise Zimt

Zubereitung

Zuerst wird der Boden vorbereitet. Dazu das Mehl die Butter, den Zucker und das Ei schnell zu einem Teig verarbeiten. Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig für die Tarteform ausrollen. Auch wenn der Teig sehr klebrig ist, übertreibt es mit dem Mehl nicht. Das muss so sein. Den Backofen inzwischen auf 190 Grad (Umluft 175 Grad) vorheizen.

Den Teig in die Form legen, am Rand etwas andrücken und den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Dann Backpapier auf den Teig legen und die trockenen Erbsen darauf legen. Den Teig mit den Erbsen auf dem Backpapier für 20 Minuten bei 190 Grad blindbacken.

Blindbacken mit trockenen Erbsen

Erbsen und Backpapier entfernen und den Tarteboden etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit werden die Pflaumen gewaschen und geviertelt und anschließend auf dem Tarteboden gelegt. Je mehr, desto besser.

Für die Streusel knetet ihr mit den Händen einfach das Mehl, den Zucker, den Zimt und die Butter zusammen und bestreut die Pflaumen damit. Jetzt schiebt Ihr die Pfaumentarte noch einmal für 30 Minuten bei ca. 200 Grad Ober-/Unterhitze (185 Grad Umluft) in den Ofen.

Pflaumentarte mit Streuseln

Die Tarte schmeckt am besten, wenn sie noch lauwarm ist und auf ihr langsam eine Kugel Eis oder Sahne schmilzt. Mmmmhhhh…..!

Und mit der Pflaumentarte mit Streuseln nehme ich dann auch gleich an der „Ich backs mir-Aktion“ von Clara teil.

Mhhhhh! Tofubolognese ohne Knoblauch

Ich liebe Mediatheken. Fernseh gucken, wann immer und was immer ich will. Bei einer meiner letzten Streifzüge ist mir Attilla Hildmann begegnet und zwar bei Kuttner plus Zwei. Das was von der Sendung hängen geblieben ist, war die Tofubolognese. Ich muss an dem Abend echt ziemlichen Hunger gehabt haben. Beim letzten Buchandelsbesuch ist mir dann das Buch „Vegan für Fun“ ins Auge gesprungen. Gesehen. Gekauft. Und tatsächlich auch daraus gekocht.

Tofubolognese ohne Knoblauch

Es hat sich gelohnt. Allein nur wegen des einen Rezepts „Attillas Spaghetti Tofubolognese“, das sich sicherlich auch in den Weiten des Netzes finden lässt. Bei meiner Schwäche für Kochbücher ist mir das aber vollkommen schnuppe. Ich habe das Rezept ganz leicht angepasst und da Knoblauch und ich nicht ganz so gut zusammenpassen, diesen auch gleich weggelassen. Hier also die Tofubolognese, ganz ohne Knoblauch und gerade deswegen auch superlecker.

Zutaten für 4 Portionen

500 g Tofu (Ich nehme Rauchtofu)
2 Zwiebeln
75 ml Olivenöl
8 EL Tomatenmark
300 ml trockener Rotwein
300 g passierte Tomaten (ORO di parma Pizzasauce eignet sich auch super)
2 TL Agavendicksaft
2 TL getrockneter Oregano (oder FreeStyle Dosierung)
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Meersalz
1 Bund Basilikum

Zubereitung

Den Tofu gut mit einer Gabel zerbröseln. Die Zwiebeln schälen und klein hacken. Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen und den zerbröselten Tofu darin ca. 5 Minuten unter häufigen Rühren anbraten. Ganz wichtig. So bekommt er nämlich eine wirklich gute Konsistenz.

Nach den fünf Minuten die Zwiebeln hinzufügen und zwei Minuten weiterbraten. Das Tomatenmark dazugeben und unter Rühren anschwitzen. Anschließend mit dem Rotwein ablöschen und vier Minuten einkochen lassen.

Die passierten Tomaten, den Agavendicksaft und Oregano hinzufügen, drei Minuten köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den gewaschenen Basilikum grob hacken und in die Sauce rühren.

In der Zwischenzeit habt Ihr sicher auch schon die Nudeln gekocht und könnt mit dem Essen loslegen. Guten Appetit!

Sommer ahoi! Sommerlicher Beerenkuchen mit Joghurt

Draußen ist es heiß und wir brauchen neben der flüssigen Erfrischung unbedingt auch eine Erfrischung in Form eines Kuchens. Der perfekte Zeitpunkt für den sommerlichen Beerenkuchen. Eine Runde frische Früchte, eingebettet in einer Joghurtcreme auf einem feinen Teig. Schnell zuzubereiten und noch besser mitzunehmen.

Sommerlicher Beerenkuchen mit Joghurt Immer wenn im Sommer zu irgendwelchen Festivitäten etwas mitzubringen ist, dann steht der Kuchen ganz oben auf der Liste. Er war auch einer der, den ich als erstens gebacken habe, als ich nach den backofenlosen Studentenwohnungen in eine WG mit Backofen gezogen bin. Ab dem Zeitpunkt war ich für das Backen und die anderen für das Kochen zuständig. Eine Arbeitsteilung, die noch heute aktuell ist.

Jetzt wird es aber Zeit fürs Rezept, mit dem ich ganz knapp auch noch an der wunderbaren Ich backs mir Aktion von Clara teilnehme.

Sommerlicher Beerenkuchen mit Joghurt

Zutaten

75 g Butter
2 Eier
100 g Zucker
100 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 EL Sahne
1 EL Himbeergelee

1/2 unbehandelte Zitrone
3 Blatt Gelatine
250 g Joghurt (1,5 % Fett)
50 g Puderzucker
100 g Sahne
400 g gemischte Beeren (z. B. Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren)
200 ml roter Fruchtsaft

1 EL Zucker
1 Päckchen klarer Tortenguss
2 EL gehackte Pistazien

Fett und Mehl für das Blech

Zubereitung

Zuerst die Springform (Ø26cm) fetten und dünn mit Mehl bestäuben. Die Butter zerlassen, abkühlen lassen. Den Backofen schon mal auf 175° (Mitte, Umluft 160°) vorheizen.

Anschließend die zwei Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Das Mehl und das Backpulver miteinander vermischen und unter die Eier-Zuckermischung rühren. Einen EL Sahne und die flüssige Butter unterziehen und den Teig gleichmäßig in der Backform verteilen. Im Ofen bei 175° (Mitte, Umluft 160°) in 25 Min. goldbraun backen.

Den Kuchen abkühlen lassen, das Gelee glatt rühren und den Kuchen damit bestreichen. Wenn Ihr keinen Himbeergelee habt, dann könnt Ihr auch anderen Gelee nehmen. Jetzt den Kuchen zur Seite stellen und ordentlich abkühlen lassen.

Für den Joghurt-Sahne Belag die Zitrone waschen und die Schale abreiben. Aus einer Häfte den Saft auspressen. Die andere Hälfte braucht Ihr nicht mehr. Die drei Blatt Gelatine fünf Minuten in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und mit 2 EL Joghurt bei geringer (!) Hitze erwärmen, bis sich die Gelatine löst.

Den Zitronensaft und die -schale mit dem Puderzucker und dem restlichen Joghurt verrühren. 3 EL in die Gelatinemasse rühren und diese dann in die Joghurtcreme geben und ordentlich verrühren. Die Masse in den Kühlschrank stellen.

Jetzt die Sahne steif schlagen und wenn die Joghurtmasse zu gelieren beginnt, im Kühlschrank dauert das ca. 10 Minuten, die Sahne löffelweise unter die Joghurtmasse heben. Die Creme auf den Kuchen verstreichen und die fertig gewaschenen und verlesenen Beeren auf den Kuchen geben (Aufgetaute Tiefkühlbeeren gehen auch).  Den Tortenguss nach Packunsanleitung mit dem Fruchtsaft zubereiten und auf die Beergen geben.

Zum Abschluss die Pistazien auf den Kuchen streuen und den Kuchen mindestens vier Stunden in den Kühlschrank geben.

Ihr könnt den sommerlichen Beerenkuchen auch schon gut am Vortag vorbereiten. Wenn Ihr mehr braucht, dann eignet er sich auch super als Blechkuchen. Dann verdoppelt Ihr die Mengen einfach.

Wenn Ihr die Backblech-Variante macht, dann schickt mir doch bitte ein Foto vom Backblech im Kühlschrank. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Kühlschrank-Winkel.

Der perfekte Rüblikuchen

Yeah, ich habe es endlich geschafft, den perfekten Zuckerguss zu zaubern. Ich habe ihn in den Tiefen meines schwarzen Rezeptbuchs gefunden und er gehört zu einem noch perfekteren Rüblikuchen.

Rüblikuchen

Der Zuckerguss ist perfekt, weil er sich mühelos über den Kuchen verteilt und eine super Grundlage für die Dekowilligen unter uns ist. Der Rüblikuchen ist mein aktueller Favorit, wenn es darum geht, einen Kuchen mitzubringen. Zum einem natürlich wegen seines Geschmacks und zum anderen, weil man ihn gut am Vortag zubereiten kann und er einen Tag später noch saftiger schmeckt.

Rüblikuchen

Zutaten

Für den Teig
400g Möhren
5 Eigelbe
1 EL Wasser
150g Zucker
150 g gemahlene Mandeln
100 g Mehl
1 TL Zimt
eine Prise Salz
1TL Backpulver

5 Eiweiß
eine Prise Salz

Für den perfekten Zuckerguss
300g Puderzucker
2EL Zitronensaft
1-2 EL Wasser

Zubereitung

Die Möhren schälen und fein raspeln. (Ein Hoch auf die Mum!) Die Möhren zur Seite stellen.
Eiweiß und Eigelb der 5 Eier trennen. Das Eiweiß zu Seite stellen.

Die 5 Eigelbe, 1 EL Wasser, 150g Zucker miteinander verquirlen und nach und nach die gemahlenen Mandeln und das Mehl mit dem Backpulver unter Rühren dazugeben. Die Möhren hinzufügen und alles sorgfältig miteinander verrühren.

Die 5 Eiweiße mit der Prise Salz steig schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Die Springform ordentlich buttern und den Teig einfüllen. 50 bis 60 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad backen. Anschließend ordentlich abkühlen lassen.

Den Puderzucker mit dem Zitronensaft und dem Wasser verrühren und den Kuchen damit glasieren. Dafür den Zuckerguss von der Mitte her vorsichtig über den Kuchen verteilen.

Zum Schluss könnt Ihr den Kuchen noch mit Pistazien betreuen.